Terminator Genisys

Action, Science-Fiction USA 2015

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He is back. Arnie reloaded: 31 Jahre nach seinem ersten Auftritt als Maschinenwesen in James Camerons legendärem ersten Terminator schlüpft Arnold Schwarzenegger wieder in seine erklärte Lieblingsrolle. Ihm zur Seite stehen diesmal Emilia Clarke (Game of Thrones), Jason Clarke (Planet der Affen – Revolution), Jai Courtney (Divergent) und der wunderbare J. K. Simmons.

Zeit zu leben. Zeitreisen sind ein zweischneidiges Schwert – einerseits ist es natürlich praktisch, wenn man die Vergangenheit so zurechtbiegen kann. Andererseits gilt es aber auch, mit den Konsequenzen ständig veränderter Zeitabläufe umzugehen. Und so sieht sich in der nahen Zukunft der Anführer der menschlichen Resistance gegen die Herrschaft der Maschinen, John Connor (Jason Clarke), schon wieder vor die schwierige Aufgabe gestellt, die Vernichtung der Menschheit zu verhindern. Denn nachdem es den Maschinen weder gelungen ist, Connors erwachsene Mutter Sarah noch John selbst als Kind unschädlich zu machen, wollen sie es jetzt mit der kleinen Sarah und ihren Eltern versuchen. Und so entwickelt John einen Plan, der alle wichtigen Details miteinbezieht, aber trotzdem die drohende Apokalypse verhindert: Auch diesmal schickt er, wie schon im ersten Terminator-Film, seinen treuen Seargeant Kyle Reese (Jai Courtenay) zurück ins Jahr 1984, um Sarah (Emilia Clarke) zu beschützen – und mit ihr ein Kind zu basteln, John Connor nämlich. Time Twist. Aber hey, man fummelt nicht ungestraft mit der vierten Dimension herum. Da kommt es unweigerlich zu Komplikationen. Und so landet Kyle in einer Vergangenheit, die ein bisschen anders aussieht als erwartet: Sarah (Emila Clarke, übrigens nur zufällig namensgleich mit Jason) ist wirklich verwaist, dank der Killermaschine aus der Zukunft. Aber ausgerechnet ein zweiter Terminator, ein inzwischen in Ehren gealtertes Modell T-800 (ja, genau, Arnold!), hat Sarah damals gerettet und großgezogen. Familienbande. Und das ist die Situation, die Kyle nun vorfindet: Eine junge, toughe und verständlicherweise ziemlich paranoide Sarah. Ein Terminator, der sowas wie ihre Vaterfigur darstellt. Und tja, weil die Maschinen inzwischen auch nicht eingeschlafen sind, auch ein Exemplar der brandneuen Terminator-Ausgabe: ein T-1000 (Byung-hun Lee, G. I. Joe – Geheimauftrag Cobra) – entsandt, um Sarah und Kyle um die Ecke zu bringen, bevor John geboren wird. Und weil das alles ja noch nicht kompliziert genug ist, taucht auch noch eine junge Version des T-800 auf – und schließlich gar der T-3000: Zu Sarahs blankem Horror nichts anderes als eine Nano-Hybrid-Version von John Connor, der nur eine einzige Mission verfolgt, nämlich seine eigene Mutter zu töten … Zurück in die Zukunft. 1984 erschuf James Cameron mit seinem visionären SciFi-Thriller um den Terminator (Arnold Schwarzenegger), der in der Vergangenheit die Mutter des Retters der Menschheit (Linda Hamilton) töten soll, einen einen Kult-Klassiker. Es folgte 1991 ein großartiger zweiter Teil, Terminator 2 – Tag der Abrechnung (mit Edward Furlong als jungem John Connor und Robert Patrick als bösem T-1000), ein mediokrer Teil 3, Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003) – und schließlich 2009 Terminator – Die Erlösung, bei dem trotz Christian Bale als John Connor die Abwesenheit des echten Arnold Schwarzenegger wohl das geringste Problem war. Determiniert. Dass es jetzt doch noch zum Reboot der Serie kommt, ist vor allem dem Produzenten-Duo David Ellison und Dana Goldberg zu verdanken, die schon maßgeblich u. a, für den Erfolg der Filmserien Mission: Impossible, Star Trek oder G.I. Joe verantwortlich zeichnen. Es ging vor allem darum, eine Story zu finden, die originell und clever genug ist, um dem Phänomen gerecht zu werden – und Arnold Schwarzenegger wieder mit an Bord zu holen. Das gelang zum einen durch das gelungene Drehbuch, zum anderen durch die spannende Neubesetzung der bekannten Figuren. Emilia Clarke, die Daenerys Targaryen aus Game of Thrones, beerbt Linda Hamilton beeindruckend gut als Sarah Connor. Der koreanische Superstar Byung-hun Lee gibt den T-1000 (Robert Patrick aus Tag der Abrechnung wollte nicht mehr, er fühlte sich nicht fit genug), und als John Connor ist der Australier Jason Clarke zu sehen, der sich mit seiner Charakterfresse schon in Planet der Affen – Revolution hervorgetan hat. Dazu gibts den besten Nebendarsteller aller Zeiten, J. K. Simmons (Spider-Man, Whiplash), als verängstigten Cop. Veredelt wird das Ganze mit jeder Menge Referenzen auf die vorherigen Terminator-Filme, von „I’ll be back“ über „Ein Sturm wird kommen“ bis „Wenn du leben willst, komm mit mir“ – und der Aussicht auf zwei weitere Filme, Regisseur Alan Taylor (Thor: The Dark Kingdom) hat nämlich schon für eine ganze Trilogie unterschrieben.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at