Lone Survivor

Action, Kriegsfilm USA 2013

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Vier Navy SEALs, hunderte Taliban, ein Berg: Die Verfilmung der desaströsen Operation Red Wings ist hyperreales Kriegskino auf höchstem Niveau.

Die Operation Red Wings steht in der Geschichte des Afghanistankonflikts für ein Trauma, das die Kriegserfahrung von US-Soldaten auf fremdem Territorium auf den Punkt bringt. Geplant war die Mission mit chirurgischer Präzision: Vier perfekt ausgebildete Navy SEALs sollten den Aufenthaltsort eines Taliban-Anführers verifizieren, ihn nach Möglichkeit ohne zivile Opfer töten, und würden wieder abgeholt. Doch es kam anders. Regisseur Peter Berg (Operation: Kingdom) bemühte sich jahrelang darum, die Erinnerungen des Überlebenden Marcus Lutterell zu verfilmen, nun ist es ihm mit minimalem Budget und maximalem Impact gelungen, Dabei ist es nicht nur die prominente Besetzung - Mark Wahlberg spielt Lutterell, Taylor Kitsch, Emile Hirsch und Ben Foster seine Kameraden -, die überzeugt, sondern die physische Unmittelbarkeit des Films: Das ist kein Heldentum, sondern blutiger Überlebenskampf, den sich die vier SEALs gegen eine Übermacht an schlecht ausgebildeten, aber hochgerüsteten Taliban liefern. Dass Peter Berg zuletzt mit dem teuren Hochglanz-Kriegsklamauk Battleship sehr viel Geld verpulvert hatte, soll nicht in die Irre führen: Schon lange gab es keinen Film mehr, der so authentisch und ungefiltert ins Kino holt, wie moderner Krieg aussieht, klingt, riecht und schmeckt, und wie unübersichtlich Nahkampf ist.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at