SpongeBob Schwammkopf

Animation, Kinderfilm, Komödie USA 2015

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Das Gelbfieber grassiert wieder. Der zweite Kinoausflug des Schwammsympathen und seiner Unterwasserfreunde geht in die dritte Dimension - an Land gestochen wird darin obendrein. Denn wenn Antonio Banderas sagt Arrrr, dann ist der geliebte Krabbenburger in Gefahrrrr.

Schwammverhalten. Um die Tragweite der  folgenden Vorkommnisse einigermaßen ermessen zu können, sollte man sich nur mal kurz vorstellen, was los wäre, wenn ganz Österreich, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee, plötzlich ohne Schnitzel auskommen müsste. Die ernährungsbezogene Hölle wäre los, Mittagsmenüland abgebrannt. Vor einem ebensolchen Notfall stehen die Bewohner eines bezaubernden Ortes, der nicht nur zwischen zwei Gewässern, sondern tief, ganz tief unten in einem großen Gewässer liegt, auf dem Grund des Pazifischen Ozeans, um genau zu sein. Bye Bye Burger. Das Dilemma, dem das sonst frohgemute Meeresgetier von Bikini Bottom gegenübersteht, sieht so aus: Seit ein unwohlmeinender Freibeuter namens Burger Beard (in echt: Antonio Banderas), der privat nämlich neben Pirat auch gern begnadeter Küchenchef wäre, sich das topgeheime Rezept des superfantastischen und allseits heißgeliebten Krabbenburgers von Mr. Krabs gekrallt hat, läuft man am Meeresboden mit hängenden Mundwinkeln und knurrenden Mägen rum. Da muss schleunigst eine mit vereinten Kräften durchgeführte Schnitzel-, ähm, Burgerjagd her, denken sich die die mutigen Bikini Bottom Boys’n’Girls, also unsere liebste Gelbquelle SpongeBob Schwammkopf, sein seesterniger Freund Patrick, seine eichhornige Freundin Sandy sowie der griesgrämige Tintenfisch Thaddäus und eben Burgermeister Mr. Krabs himself. Folgerichtig treten sie an, in eine große, weite und für sie vollends unerforschte Welt überzustellen, aufs Festland! Landgang. Zusammen will man den Ungustl stellen, um wieder an die Bauanleitung für die exklusive Burger-Deliziösität zu gelangen. Dadurch, dass an einer solch misslichen Essversorgungslage nun allerdings Gut und Böse einer Unterwassergemeinschaft gleichermaßen leiden, kommt es zu einem nachgerade revolutionären Schulterschluss: Nachdem zumindest fürs erste ausgeschlossen werden konnte, dass SpongeBobs ewiger Widersacher, der zynische Plankton, in der Sache mitdrinhängt, wird auch mit ihm eine Allianz für diese Landexkursion eingegangen - eine womöglich aber auch fragile, schließlich will der berüchtigte Besitzer des Restaurants Abfalleimer sicher mehr als nur einen Blick auf das Rezept erhaschen ... Comeback-Bob. Einfach nicht kleinzukriegen, der SpongeBob Schwammkopf, dieser nicht nur bei Kindern und Kiffern beliebte Held aus dem modernen Familienfernsehen-Klassiker, der immer dann zurückkehrt, wenn mal wieder Not am Schwamm ist. Zehn Jahre nach seinem ersten Kinoauftritt hat sich die Ideenschmiede rund um Erfinder/Executive Producer Stephen Hillenberg und Regisseur Paul Tibbitt auf die nächste Evolutionsstufe vorgearbeitet. Fish out of water. Die auf ewig beliebte Drehbuch-Prämisse wird hier ganz wortwörtlich umgesetzt. Nicht nur wird das erprobte Wasserrevier verlassen, damit einhergehend tauscht man auch die bisherige zweidimensionale Zeichentrickästhetik ein gegen eine mit neuen visuellen Reizen spielende 3D-(Real-)Welt - in der nun mit Antonio Banderas überdies ein leibhaftiger Schauspieler seinen Platz findet. Gleich geblieben ist, zum Glück für die Sympathisantenschar, der hinreißend hysterische Tonfall, den der quietschige Quatschkopf und seine Gang erneut an den Tag legen.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at