Kill the Boss 2

Action-Komödie USA 2014

posten

Weil den drei Lohnempfänger-Dodeln vom Dienst ihr American Dream immer noch von Menschen mit zu viel Macht und zu wenig Moral verwehrt wird, müssen sie erneut bis ans Äußerste gehen. Auch im fortgesetzten Zotenfestival eskaliert die Lage dabei zuverlässig rasch.

Büro-Weisheit. "Als Chef musst du auch Spannungen aushalten können - und wenn die Luft mal wieder zum Schneiden ist, musst du ein Messer mitnehmen." Diese ewig gültige Weisheit des größten aller Office-Despoten, hallo Stromberg!, hätten auch die unfähigen und unerträglichen Chefitäten beherzigen sollen, die da durch den ersten Teil von Kill the Boss liefen - dann wäre denen ihr trübes, letztlich aber gerechtes Schicksal erspart geblieben. Wir erinnern uns: Die Spezln Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) hatten damals jeder für sich die Schnauze voll von ihren Bossen - und beschlossen, sie mit gegenseitiger Unterstützung um die Ecke zu bringen. Und obwohl dabei nur einer davon unter der Erde landete (Colin Farrell, machs gut!), entgingen auch die beiden anderen (Kevin Spacey, Jennifer Aniston) ihrer zumindest nicht ganz so drastischen Bestrafung nicht. Traumatisiertes Trio. Tatsächlich verbessert hat sich die Lage für Nick, Dale & Kurt dadurch aber nicht, man steht nach wie vor unter wenig kompetenter fremder Fuchtel. Also beschließen die drei, sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig zu machen, die vermeintlich idiotensichere Idee dafür haben sie auch bereits: einen Duschkopf, der neben Wasser auch gleich Duschgel, Shampoo und Conditioner (!) spendiert. Was nun noch zum Entrepreneurship fehlt, ist das nötige Kleingeld, also ein potenter Investor. Nicht lange nachdem sich ein solcher (Christoph Waltz) aufgetan hat, erweist sich der aber schon als abgefeimtes Arschloch, das sie bloß über den Tisch ziehen will. Doch Nick, Dale und Kurt sind auf ihre tollpatschige Art eben schon geeicht in der Bekämpfung von oberetagigen Ungustln ... Da weitere Mordversuche aber nicht in Frage kommen, beschließen sie, unter tat-, aber nicht grad denkkräftiger Unterstützung ihres alten "Gangster"-Buddies Motherfucker Jones (Jamie Foxx), den Sohn des abgesprungenen Geldgebers (Chris Pine) zu kidnappen, um sich ihren Firmentraum eben via Lösegeld zu finanzieren. Doch der Bursche will sich seinem Schicksal nicht einfach so fügen - allerdings aus anderer Motivation als vermutet: Er möchte selbst ein Stück von Vaters Vermögen abbekommen und schlägt eine Kooperation vor ... Surprise-Kassenschlager. Das Sequel zur Erfolgskomödie aus 2011 kann zwar wegen Entführungs- statt Ermordungshandlung seinem "eingedeutschten" Namen nicht mehr so hundertprozentig gerecht werden, weiß aber ansonsten mit all dessen Qualitäten aufzufahren. Der blendend gelaunt aufgeigende und bestens miteinander harmonierende Cast - neben dem zentralen Trio infernal konnten auch sonst alle bewährten Kräfte des ersten Teils gehalten und mit Waltz und Pine renommierte neue dazugewonnen werden - darf sich die Eskalationsstufe erneut zügigen Schrittes hochklamauken. Der bitterböse Ton wurde dabei glücklicherweise ebenso beibehalten wie die treffsicheren Seitenhiebe auf schöne neue Wirtschaftswelten. Denn dass manch einer, der da so schalthebelt und verwaltet, nicht die größte Leuchte ist, davon weiß wohl ein jeder ein Lied zu singen.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at