San Andreas

Action, Drama USA 2015

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Das große Zittern. Es steht außer Frage, dass früher oder später ein Erdbeben kommen und große Teile der US-amerikanischen Westküste in Schutt und Asche legen wird. Das folgende Endzeitchaos wird aber auch eine Zeit für Helden sein. So einen spielt Dwayne Johnson in San Andreas: Während rundherum die Welt untergeht, wird er für die Rettung seiner Tochter zum Übermenschen.

Shake it, baby. Vor über hundert Jahren, am 18. April 1906, gab es drei Kilometer vor der Küste von San Francisco ein Erdbeben der Stärke 8. Es verwüstete die Stadt und löste Brände aus, die gewaltige Verheerungen anrichteten. Mit über 3.000 Toten gilt dieses Erdbeben als eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA. Interessanterweise erlebte genau zu jener Zeit die Seismologie ihre allererste Hochblüte. Seither ist deren Technologie unheimlich weit fortgeschritten. Es wurde mit unermüdlicher Aufmerksamkeit geforscht an den Geheimnissen der sogenannten San-Andreas-Verwerfung, einer Kontinentalplattenkante, die das Epizentrum des schrecklichen Erdbebens von 1906 beherbergte. Mit jedem Jahr steigt die Spannung in dieser Verwerfung, wo sich zwei riesige Landmassen langsam übereinanderschieben. Es steht fest, dass ein neuerliches Beben irgendwo entlang dieser Spalte stattfinden wird. Nur den genauen Zeitpunkt kann keiner bestimmen. Das geht nur in Hollywood. Es rumpelt in der Kiste. Als Helikopterpilot Ray (Dwayne Johnson) die erste Erschütterung wahrnimmt, sitzt er gerade im Auto weit außerhalb von Los Angeles und hat großes Glück: Gerade noch rechtzeitig schleift er den Wagen ein und bringt ihn knapp vor dem Abgrund zum Stillstand – an einer gähnenden Erdspalte, die quer über die Straße in beide Richtungen der Wüste aufgebrochen ist. Die Stadt hat es noch viel schlimmer erwischt: Tod und Verderben, soweit das Auge reicht. Ray hat sofort nur noch eines im Sinn: helfen. Er wirft seinen Rettungshubschrauber an und fliegt los. Die Hochhäuser in der City sind wankende Trümmerhaufen und stürzen nach und nach zusammen wie Kartenhäuser. Überall drinnen wimmelt es von Menschen, die verzweifelt versuchen, sich zu retten. Rays Hubschrauber ist wie eine Fliege im Sturm. Aber er rettet, wen er kann. Californication. Leider ist L. A. nicht die einzige betroffene Stadt. Ganz Kalifornien befindet sich nach dem Beben im Ausnahmezustand. Bis hinauf nach San Francisco zieht sich das Bild der Zerstörung. Als Ray erfährt, dass seine Tochter in den Trümmern von San Francisco vermisst wird, gibt es für ihn kein Halten mehr. Entgegen alle Widrigkeiten kämpft er sich von L. A. aus in Richtung Norden durch. Immer wieder kreuzen höchst dramatische Ereignisse seinen Weg. Nicht jedes Leben kann gerettet weden. Aber auch wenn Ray seine Tochter retten können sollte, dürfen wir eines nicht vergessen: Das Beben war erst die Vorhut für den echten „Big One“. Und der wird auch vor der großen Hoover-Talsperre in Nevada nicht haltmachen … Trümmerhelden in 3D. Die Katastrophenfilme sind verdientermaßen ein eigenes Kino-Subgenre, das immer wieder absolute Blockbuster hervorbringt. Freuen wir uns also auf eine Zerstörungs-Materialschlacht erster Klasse, die uns wahlweise in 2D oder 3D mit modernsten Mitteln der Technik und Computeranimation, aber auch mit viel Blut, Schweiß und Tränen in ein Szenario verfrachtet, das uns jederzeit bevorstehen kann. Regie führte Brad Peyton, der bisher mit 3D-Späßen wie Cats & Dogs 2: Die Rache der Kitty Kahlohr und Die Reise zur geheimnisvollen Insel (auch mit Dwayne Johnson) zu unterhalten wusste.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at