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Dark Shadows

Komödie, Fantasy (USA 2012) - 113 min
Altersfreigabe: ab 12
Prädikat: wertvoll

Regie: Tim Burton
Produzent: Christi Dembrowski, Johnny Depp, David Kennedy
Darsteller: Johnny Depp, Eva Green, Michelle Pfeiffer
Filmstart: Fr, 11. Mai

15 Userbewertungen: Bewertungsbalken

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Johnny Depp treibt es auf die Spitze. In Tim Burtons Grusel-Komödie "Dark Shadows" spielt er den wohl elegantesten und komischsten Vampir aller Zeiten. Nach der nach Tiefsinn schürfenden "Twilight"-Reihe oder TV-Serienhits wie "Vampire Diaries" und "True Blood" könnte Burtons Werk den ironischen Höhepunkt des Vampirfilm-Booms markieren.

Das Unheil nimmt seinen Anfang im Jahr 1752, als der kleine Barnabas mit seinen Eltern von England in die USA übersiedelt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Zwei Jahrzehnte später scheint das geglückt zu sein: Barnabas ist reich und mächtig - bis der Frauenheld der sexy Hexe Angelique (Eva Green) das Herz bricht. Aus Rache verwandelt sie Barnabas in einen Vampir und begräbt ihn lebendig.

200 Jahre später machen die Arbeiter einer Autobahnbaustelle an der US-Ostküste einen seltsamen Fund. Als sie den im Erdreich gefundenen, mit dicken Ketten gesicherten Sarg öffnen, findet das Leben der Männer ein schnelles Ende. Doch Barnabas ist endlich wieder frei. Allerdings findet er sich im Jahr 1972 erstmal überhaupt nicht zurecht.

Vier von Barnabas' Nachfahren, darunter die von Michelle Pfeiffer gespielte Lady Elizabeth, leben noch in seinem mittlerweile völlig heruntergekommenen Schloss. Und der Vampir ist entschlossen, seine Familie und ihr marodes Fischerei-Unternehmen vor dem endgültigen Ruin zu retten. Was Barnabas nicht bedacht hat: auch Hexe Angelique ist unsterblich - und in allem Hass immer noch unsterblich in ihn verliebt.

Was folgt, ist die ganz große Johnny-Depp-Show. Sein herrlich hohlwangiger Vampir blickt aus dunkel umschatteten Augen und mit kreidebleichem Teint auf das seltsame Treiben seiner Verwandtschaft. Seine in schwarzen Strähnen ins Gesicht gekämmten Haare, die langen Krallenfinger, seine eleganten Umhänge und seine schwülstige Ausdrucksweise machen ihn zu einem höchst noblen Vertreter seiner Art. Und Regisseur Tim Burton ("Alice im Wunderland", "Mars Attacks!", "Batman") spielt wieder alle seine Stärken aus. Ergebnis: Seit Roman Polanskis "Tanz der Vampire" (1967) gab es sicher keinen lustigeren Blutsauger-Film mehr. (APA)

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foto: apa (pr/warner)