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Die Abenteuer des Huck Finn

Family (D 2013) - 99 min
Altersfreigabe: ab 6

Regie: Hermine Huntgeburth
Produzent: Boris Schönfelder
Darsteller: Leon Seidel, Louis Hofmann, Jacky Ido
Filmstart: Do, 20. Dezember

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Nach Tom Sawyer kommt nun auch sein Freund Huckleberry Finn in "Die Abenteuer des Huck Finn" im Kino zu neuen Ehren: Hermine Huntgeburth hat die Abenteuer des unternehmungslustigen Streuners aus St. Petersburg am Mississippi nach dem berühmten Jugendbuch von Mark Twain in Szene gesetzt.

Anfangs erkennt man ihn kaum wieder: Geschniegelt und gestriegelt sitzt Huckleberry Finn (Leon Seidl) in einem aufgeräumten Zimmer und unterhält sich mit dem schwarzen Hausdiener Jim (Jacky Ido) über die Tücken des plötzlichen Reichtums, zu dem er und sein bester Freund Tom Sawyer (Louis Hofmann ) durch den Schatz von Indianer Joe gekommen sind. Huck ist zwar in der Mississippi-Stadt St. Petersburg geblieben, nun wohnt er allerdings im Domizil der Witwe Douglas (Margit Bendokat) und der auf Disziplin bedachten Miss Watson (Rosa Enskat) untergekommen. Allerdings fühlt er sich schnell eingeengt. Und so stiehlt er sich des öfteren mit seinem Freund Tom Sawyer (Louis Hofmann) davon.

Doch schon bald ist es vorbei mit dem idyllischen Dorfleben und den kleinen Freiheiten: Denn Hucks gieriger Vater (August Diehl) taucht in St. Petersburg auf und führt dabei nichts Gutes im Schilde. Der Landstreicher will Hucks Reichtum für sich allein. Doch bevor dieser Unheil anrichten kann, fliegt Huck - und mit ihm Jim, der zufällig mitbekommt, dass Miss Watson ihn an Sklavenhändler verkauft hat.

Auf einem selbst gebauten Floß machen sich die beiden auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise nach Ohio, wo Sklaverei verboten ist. Ihnen auf den Fersen sind drei kaltherzige Sklavenjäger (unter anderem gespielt von Henry Hübchen) und natürlich der niederträchtige Alte Finn..

Insgesamt fehlen dem Film die Ecken und Kanten wie etwa in der Twain-Interpretation "Tom und Hacke". Regisseur Rudolph Herfurtner hatte die Geschichte ins Bayern der kargen Nachkriegszeit verlegt und seinen Film dadurch sehr authentisch wirken lassen. Auch die Darsteller wirkten ungekünstelt, was dem Film einen rauen Charme verlieh. Es gibt aber auch wunderschöne Momente in dem Film, etwa wenn Jim und Huck sich alleine auf dem Floss den glitzernden Mississippi hinunter treiben lassen. Dann wird es mitunter richtig poetisch, wenn sie über das Leben philosophieren und sich ihre Zukunft ausmalen. (APA)

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http://www.huckfinn-film.de

Artikelbild
foto: apa (tom trambow/pr)