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Alles koscher

Komödie, Drama (GB 2010) - 105 min
Altersfreigabe: ab 10 (Wien: ab 8)

Regie: Josh Appignanesi
Produzent: David Baddiel, Arvind Ethan David, Uzma Hasan, Stewart Le Marechal
Darsteller: Omid Djalili, Richard Schiff, Archie Panjabi
Filmstart: Fr, 02. Dezember

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Einem englischen Moslem steht der Besuch eines Hasspredigers ins Haus, kurz vorher stellt er jedoch fest, dass er adoptiert und als Jude geboren wurde. "Alles koscher!" von Regisseur Josh Appignanesi ist eine wunderbare Komödie über Toleranz und die Gemeinsamkeiten der Religionen.

Mahmud Nasir (Omid Djalili) ist das, was man wohl einen integrierten Moslem nennt. Er lebt als liebender Familienvater in England, spricht die Sprache fließend und ist zwar überzeugter Moslem, jedoch alles andere als strenggläubig. Die Popmusik der 80er Jahre interessiert ihn weitaus mehr als die Moschee und Berichte über Hassprediger aus dem Nahen Osten zappt er einfach weg. Dieses beschauliche Leben wird allerdings gründlich durcheinandergewirbelt, als er nach dem Tod seiner Mutter seine Geburtsurkunde findet. Denn das Dokument behauptet Ungeheuerliches: Mahmud wurde adoptiert und sein Geburtsname lautet Solly Shimshillewitz. Er wurde als Jude geboren.

Als wäre diese Entdeckung nicht schon erschütternd genug, kündigt sich auch noch hoher Besuch im Hause Nasir an: Mahmuds Sohn Rashid will heiraten. Der Stiefvater seiner Auserwählten aber will seine Zustimmung zur Ehe erst geben, wenn er sich von der Religiosität Mahmuds überzeugt hat. Und Arshad Al-Masri hat da ganz besondere Anforderungen: Er ist nämlich ein fundamentalistischer Hassprediger. Mahmud verspricht seinem Sohn, sich von seiner frommen Seite zu zeigen - doch das ist gar nicht so einfach für jemanden, der sich gleichzeitig auf die Suche nach seinen jüdischen Wurzeln macht.

Im Gegensatz zu einem Film wie "Four Lions", der sich schonungslos über religiösen Wahn lustig macht, schlägt "Alles koscher" deutlich leisere und versöhnlichere Töne an. Der Film besticht zwar auch durch bissigen Humor, ist in seiner Botschaft aber deutlich positiver gestimmt. Ein wunderbares und sehenswertes Plädoyer für Toleranz und die Konzentration auf die Gemeinsamkeiten von Religionen. (APA)

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Artikelbild
foto: apa (thimfilm)