Gebrüder Taviani gewinnen mit Tolstoi in Moskau

30. Juni 2002, 21:54
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Die italienischen Regisseure konnten mit "Die Auferstehung" das Filmfestival für sich entscheiden - "Jedermanns Fest" ging leer aus

Moskau - Die italienischen Brüder Paolo und Vittorio Taviani haben mit ihrer Tolstoi-Verfilmung "Die Auferstehung" den Großen Preis des 24. Moskauer Internationalen Filmfestivals gewonnen. Der Film entstand als italienisch-französisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion.

Beste Regie nach Russland Für die beste Regie wurde am Sonntag in Moskau der Russe Alexander Rogoschkin für "Kukuschka" (Kuckuck) ausgezeichnet. Fritz Lehners österreichischer Streifen "Jedermanns Fest" mit Klaus Maria Brandauer, der als deutschsprachiger Beitrag im Wettbewerb vertreten war, ging leer aus.

Schriftsteller Aitmatow als Jury-Vorsitzender

Den Sonderpreis der Jury unter dem Vorsitz des Schriftstellers Tschingis Aitmatow erhielt der iranische Film "Ruf der Erde" von Vahid Mousaian. Der Preis für die beste Schauspielerin ging an die Japanerin Mikako Ichikawa in "Blue", bester Schauspieler wurde Wille Haapsalo in "Kukuschka".

Drei einheimische Produktionen nominiert

Nach einem Jahr ohne russische Beteiligung hatte die Festivalleitung um den russischen Regisseur und Oscar-Preisträger Nikita Michalkow wieder drei einheimische Produktionen für den Wettbewerb nominiert.

Zwei österreichische Filme im Festival-Programm

Insgesamt waren beim 24. Internationalen Moskauer Filmfest 16 Streifen im Wettbewerb vertreten, unter anderem vom polnischen Regisseur Krzysztof Zanussi, der 2000 in Moskau den Großen Preis erhielt, und den russischen FilmemacherInnen Roman Prygunow und Kira Muratowa. Außerhalb des Wettbewerbs wurden unter anderem die österreichischen Filme "Komm, süßer Tod" von Wolfgang Murnberger und "Mein Russland" von Barbara Gräftner gezeigt. (APA/dpa)

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