Badespaß endet oft im Spital

30. Juni 2002, 21:36
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Experte warnt vor nassen Beckenstiegen und Unrat auf Liegewiesen

Linz - Hitze und Sonnenschein locken im Sommer Tausende Österreicher in Freibäder und an Seen. Doch viele, die Abkühlung und Erholung suchen, landen im Spital. Jährlich zählt das Institut "Sicher leben" 12.000 verletzte "Baderatten", berichtet Institutsleiter Rupert Kisser. Rund 85 Prozent der Unfälle ereignen sich außerhalb des Wassers: Auf Liegewiesen, Fliesen und Stegen.

Etwa 6000 Verletzte müssen im Krankenhaus behandelt werden. Bei 40 Prozent davon handle es sich um Knochenbrüche, der Rest seien Verstauchungen, Schnittverletzungen und Quetschungen.

Als besondere Fallen in den Bädern und an Seen erweisen sich nasse und damit glitschige Stiegen ins kühle Nass, rutschige Fliesen sowie Liegewiesen, auf denen Glasscherben, Verschlüsse von Metalldosen oder nicht ordentlich ausgedämpfte Zigaretten liegen.

Aber auch jene Badegäste, die nicht nur bewegungsunfähig in der Sonne braten, sondern sportlich unterwegs sind, zählen zu den potenziellen Verletzungsopfern, wie beispielsweise barfüßige Fußball- und Tischtennisspieler, die sich die Zehen brechen.

Um derartige Verletzungen zu vermeiden, rät Kisser: "Badeschlapfen anziehen, auf Fliesen nicht laufen und bei Ballspielen Schuhe tragen." Zudem sollte der Einstieg in ein Becken nicht glitschig sein. Um Badestege griffiger zu machen, sollte eine Plastikmatte angebracht werden.

Und: "Wenn einmal eine Flasche runterfällt, kann man die Scherben auch ordentlich zusammensammeln und muss sie nicht einfach liegen lassen", mahnt Kisser. (APA, DER STANDARD, Printausgabe, 1.7.2002)

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