Bush kündigt Null-Toleranz-Politik an

30. Juni 2002, 10:07
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US-Präsident will öffentliches Vertrauen wiederherstellen

Washington - Nach den jüngsten Hiobsbotschaften um Bilanz-Probleme und Fehlbuchungen bei US-Unternehmen hat US-Präsident George W. Bush eine Null-Toleranz-Politik gegen Betrüger unter den Managern angekündigt. Das öffentliche Vertrauen in US-Firmen müsse wiederhergestellt werden, sagte Bush am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache. Die Regierung werde künftig "wachsam" sein. Der demokratische Senator Paul Sarbanes kündigte an, dass der Gesetzgeber schon bald strengere Vorschriften zum Schutz von Anlegern beraten werde.

Der US-Telefonkonzern WorldCom hatte am Dienstag Falschbuchungen von 3,85 Milliarden Dollar (3,92 Mrd. Euro) eingeräumt und damit die Börsen auf Talfahrt geschickt. Am Donnerstag schreckten Gerüchte über Bilanz-Probleme beim US-Automobilriesen General Motors (GM) die Anleger auf. Am Freitag folgte die nächste Hiobsbotschaft: Xerox musste eingestehen, dass die Fehlbuchungen für den Zeitraum von 1997 bis 2001 rund 6,4 Milliarden Dollar erreichten, mehr als doppelt so viel wie bisher bekannt. Die Reihe von Skandalen in der US-Wirtschaft hatte ihren Ausgang mit der Pleite des Energiekonzerns Enron im vergangenen Dezember genommen. (APA)

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