Symbolische Besetzung der Freiburger Kathedrale durch "Sans Papiers"

29. Juni 2002, 18:13
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Protest gegen Vorgangsweise der Schweizer Justizbehörden

Fribourg - Rund hundert Ausländer ohne gültige Aufenthaltspapiere ("Sans Papiers") und Sympathisanten haben am Samstag in Fribourg (Freiburg) in der Westschweiz symbolisch den Vorplatz der Kathedrale St. Nicolas besetzt. Mit der Aktion wollen sie Präsenz zeigen und gegen die Politik der Regierung in Bern protestieren. Die Besetzung sei auf Wunsch der "Sans Papiers" veranlasst worden, sagte Lionel Roche, Mitglied des Kollektivs, auf Anfrage. Ziel sei es, die Öffentlichkeit erneut auf die Situation der abgewiesenen Asylbewerber oder hängen gebliebenen Saisonniers aufmerksam zu machen.

Gleichzeitig gehe es darum, gegen die Direktiven des Justizministeriums zu protestieren. Härtefälle aus dem Kanton Freiburg, die in Bern vorgelegt worden seien, würden einer nach dem anderen zurückgewiesen, sagte Roche weiter.

Das Kollektiv wird auch sozialdemokratischen und grünen Politikern, wie den Nationalrätinnen Valerie Garbani und Anne-Catherine Menetrey (Grüne/VD) unterstützt. Auch die Schwestern des Ordens St. Vincent de Paul sind an Ort und Stelle. (APA/sda)

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