Mexiko und Mittelamerika wollen Region gemeinsam voranbringen

29. Juni 2002, 15:27
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"Deklaration von Merida"

Merida/Mexiko - Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung wollen die Regierungen Mexikos und der südlichen mittelamerikanischen Nachbarländer die Unterentwicklung der Region überwinden. Zum Abschluss eines Gipfeltreffens in Merida auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan unterschrieben die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs die "Deklaration von Merida" über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen des "Plan-Puebla-Panama".

Der Anfang 2001 vom mexikanischen Präsidenten Vicente Fox ins Leben gerufene Plan umfasst das Gebiet der sieben Staaten Mittelamerikas und der zehn südlichen mexikanischen Bundesstaaten. Vorgesehen sind vor allem Investitionen in die regionale Infrastruktur wie Fernstraßen und Überlandleitungen, zu deren Finanzierung auch internationale Institutionen wie die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) Mittel beisteuern.

IDB-Präsident Enrique Iglesias sagte vor den Gipfelteilnehmern, der Plan habe als "Katalysator" gedient, um eine Reihe von Infrastrukturprojekten tatsächlich zu beginnen, die bisher träge vor sich hingeschlummert hätten. "Ich glaube, die regionale Integration zu stärken, bedeutet, mehr Chancen in unserer Region zu eröffnen und darüber hinaus unsere Volkswirtschaften gegen die Turbulenzen des internationalen Marktes zu wappnen", sagte Iglesias. An dem Gipfeltreffen in Merida hatten die Staats- und Regierungschefs Mexikos, Belizes, Guatemalas, El Salvadors, Honduras', Nicaraguas, Costa Ricas und Panamas teilgenommen. (APA/dpa)

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