Vielschichtig und ironisch

29. Juni 2002, 13:54
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Russischer Film "Moskau" gewinnt Bonner Biennale-Preis

Bonn - Der russische Film "Moskva" ("Moskau") hat den Internationalen Preis für Film- und Medienmusik der Bonner Filmmusik-Biennale gewonnen. Der Streifen von Regisseur Alexander Seldowitsch mit der Musik von Erfolgskomponist Leonid Desjatnikov wurde am Freitagabend in der Bundeskunsthalle in Bonn von der Festival-Jury unter 14 Beiträgen für seine besondere Qualität, Vielschichtigkeit und Ironie der Musik ausgezeichnet.

Der Film entwirft in Bild, Sound-Design und den von Desjatnikov musikalisch stilisierten Szenen ein Mosaik des zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Schönheit und tödlicher Gewalt verlorenen Moskaus der 90er Jahre. Die Musik verbinde sich auf einzigartige Weise mit den Bildern und der Erzählung und verleihe diesen eine poetische wie zeitkritische Dimension, urteilte die Jury.

Bei der 4. Internationalen Filmmusik-Biennale, die noch bis Sonntag dauert, waren mehr als 180 Beiträge aus über 50 Nationen eingereicht worden. Das Festival am Rhein ist weltweit die einzige Veranstaltung, die sich ausschließlich diesem Feld widmet. Es dient auch Filmproduzenten, Sound-Designern, Komponisten, Musikproduzenten und Experten zum Austausch über Musik, Tongestaltung und neue Trends. (APA)

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