Überfälle auf zwei Busse in Algerien

29. Juni 2002, 19:21
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Zusammen 15 Tote

Algier - Mutmaßliche islamische Extremisten haben in Algerien bei Überfällen auf zwei Busse insgesamt 15 Menschen getötet. Wie die amtliche Nachrichtenagentur APS am Samstag berichtete, schoss eine Gruppe Männer am Freitagabend mit Maschinengewehren auf einen Bus in der Stadt Eucalyptus südlich von Algier. 13 Menschen wurden getötet, neun verletzt. Die Gegend um Eucalyptus ist als "Tödliches Dreieck" bekannt. Fundamentalisten verübten dort bereits mehrfach Terroranschläge.

Erst einen Tag davor hatten mutmaßliche islamische Extremisten bei einem Überfall auf einen Bus bei Bou Ismael westlich der Hauptstadt zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Es wurde vermutet, dass der neue Führer der Bewaffneten Islamischen Gruppe (GIA), Rashid Abu Turab, mit den Anschlägen Stärke beweisen wollte. Seit der Annullierung der Parlamentswahl von 1992, bei der sich ein Sieg der islamischen Fundamentalisten abzeichnete, fielen in Algerien mehr als 120.000 Menschen der politischen Gewalt zum Opfer. (APA/AP)

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