Vorbereitungen für Jahrestag-Feier

29. Juni 2002, 10:03
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Falun-Gong-Anhänger an Einreise nach Hongkong gehindert

Hongkong - Kurz vor dem fünften Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China haben die Behörden zwanzig ausländischen Falun-Gong-Anhängern die Einreise in die frühere britische Kronkolonie verweigert. Wie eine Sprecherin der Organisation, die sich selbst als Meditationsbewegung bezeichnet, am Samstag mitteilte, sollten die zwei Japaner, zwei Australier und 16 Taiwanesen offenbar daran gehindert werden, am kommenden Montag gegen die Regierung in Peking zu demonstrieren.

Zu den offiziellen Feiern am 1. Juli wird auch der chinesische Staats- und Parteichef Jiang Zemin erwartet. Die Falun-Gong-Bewegung ist in der Volksrepublik China verboten, aber nicht im Sonderverwaltungsgebiet Hongkong. Peking hat die Sekte, die es ursprünglich gefördert hatte, im Juli 1999 verboten und seitdem Zehntausende von Mitgliedern festnehmen lassen. Der Kult verbindet meditative Gesundheitsübungen wie die traditionelle chinesische Atemtechnik Qigong mit einer Mixtur von Elementen aus verschiedenen Religionen, vor allem buddhistischer und taoistischer Inspiration. Der in den USA lebende Sektengründer Li Hongzhi, der nach Darstellung seiner Kritiker auch offen rassistische Theorien verbreitet, verlangt strenge Gefolgschaft und hat Falun Gong im Kern wie eine klassische chinesische Geheimgesellschaft organisiert. (APA)

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