Menschenhandel auf dem Balkan

28. Juni 2002, 22:53
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90 Prozent der Prostituierten sind Opfer des Menschenhandels

Belgrad - Neunzig Prozent ausländischer Prostituierter auf dem Balkan sind Opfer des Menschenhandels. Allerdings werden nur rund 35 Prozent von ihnen als solche anerkannt. Dies geht aus einem Bericht über Menschenhandel in Südosteuropa hervor, der am Freitag in Belgrad präsentiert worden ist. Demnach wird in den Staaten Südosteuropas erst seit September 2000 allmählich von der Praxis abgegangen, Menschenhandel als Migrations- und Sicherheitsproblem statt als Menschenrechtsverletzung zu behandeln. Immer noch würden die meisten Opfer als Kriminelle behandelt. Laut Schätzungen werden von Schleppernetzen jährlich etwa 500.000 Frauen und Kinder alleine nach Europa gebracht. (DER STANDARD, Printausgabe 29./30.06.2002)
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