Ottakringer zahlt 77 Cent Dividende

28. Juni 2002, 18:55
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Immo-Deal rettete Konzernbilanz - Umsatz im letzten Jahr deutlich gesunken

Wien - Die börsenotierte Wiener Ottakringer Brauerei schüttet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001 auf alle Vorzugsaktien, Kapitalanteilscheine und Stammaktien eine Dividende von 77 Cent aus. Dies beschloss die Hauptversammlung des Unternehmens am Freitagnachmittag in Wien. Siegfried Menz, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, forderte vor den Aktionären eine Senkung der österreichischen Biersteuer um wenigstens ein Drittel und begründete dies mit den Kosten, die das Lkw-Road Pricing den Brauereien in Zukunft aufbürden werde.

Schon jetzt betrage in Österreich die steuerliche Belastung des Biers beinahe 50 Prozent, weswegen der heimische Endverbraucher um 25 Prozent mehr bezahlen müsse als beispielsweise in Deutschland. Die Brauereien seien nicht prinzipiell gegen die Lkw-Kilometermaut, "allerdings muss sich die Regierung im Klaren sein, dass sie damit die österreichische Brauwirtschaft gegenüber der österreichischen Konkurrenz stärker als bisher benachteiligt und ins Eck drängt."

Umsatz gesunken

Der Umsatz der Ottakringer Brauerei AG sank im vergangenen Jahr auf 69,9 (71,5) Mill. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 550.000 (466.000) Euro, geht aus dem im Internet veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Der Bilanzgewinn betrug - zu einem Gutteil durch die Auflösung von Rücklagen - 1,04 (1,02) Mill. Euro.

Im Konzern, zu dem auch die erstmals konsolidierte, in Sanierung befindliche deutsche Innstadtbrauerei gehört vervierfachte sich das EGT von 1,35 auf 5,37 Mill. Euro. Grund dafür ist der Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Liegenschaft der Innstadt-Brauerei an die Stadt Passau, die immerhin rund 5,5 Mill. Euro gebracht habe, so Ottakringer-Chef Siefried Menz zur APA. Das Jahresergebnis legte von 1,03 auf 4,62 Mill. Euro zu. Der Konzernumsatz stieg von 72,3 auf 82,1 Mill. Euro. (APA)

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