"Das Haus am Meer": Hausbau als Familientherapie

27. Juli 2004, 16:15
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Ein Tränendrüsendrücker ersten Ranges mit Kevin Cline

George Monroe (Kevin Cline) ist für die Anwohner seiner Siedlung über dem Meer eine verkrachte Existenz - das Haus desolat, von Frau und Kind verlassen und auch sonst ein Fremdkörper im beschaulichen Ambiente.

Sein Sohn Sam (Hayden Christensen), der sich schwarz kleidet und gern Marilyn Manson hört, fällt im neuen properen Zuhause mit Stiefvater und Stiefbrüdern auch eher aus dem Rahmen:

Schwere Zeichen also gleich zu Beginn von Das Haus am Meer / Life As A House (Regie: Irwin Winkler), um zu zeigen, dass es hier ans Eingemachte gehen wird.

Der Film ist ein "Tearjerker" ersten Ranges. Kevin Cline will als todkranker Architekt die letzten verbleibenden Wochen dazu nutzen, sein Traumhaus zu bauen und dabei auch die Beziehung zum Sohn wieder herstellen. Das Unternehmen gelingt natürlich, und es führt eine neue Qualität in die Gemeinde aus Nachbarn und Familienangehörigen ein.

Leider wird dabei, statt auf die soliden Darsteller und auf feine Zwischentöne, allzu sehr auf Deutlichkeit gesetzt. (DER STANDARD, Printausgabe, 5.7.2002)

Von Isabella Reicher

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