Nu au Collier

28. Juni 2002, 19:30
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Fünf Jahre, nachdem Maestro Picasso die 17-jährige Marie-Ther`ese Walter vor einem Warenhaus recht eindeutig angesprochen hatte, 1932, entstand obiges Bild Nu au Collier mit Marie-Ther`ese in der Hauptrolle. Es war über 60 Jahre in einer Privatsammlung und nie in der Öffentlichkeit zu sehen gewesen. So etwas liebt der Markt in Zeiten, wo "Hämmer" immer seltener zu finden sind.

Dementsprechend stieg diese Woche bei den Impressionisten- und Moderne-Auktionen von Christie's London der Preis für die geschmückte Nackte auf nahezu 16 Millionen Pfund. Geschätzt war sie auf 6 bis 9 Mio. Pfund. Die Verkaufsrate stieg insgesamt, auch aus diesem Grund, auf 83 Prozent. Einen beachtlichen Nolde-Blumengarten konnte man an einen europäischen Privatsammler für 2,1 Millionen Pfund verkaufen.

Zwar preist man den Picasso als "das teuerste Bild der Saison", doch ein in etwa vergleichbares Picasso-Bild aus dem selben Jahr war im November 1997 in New York noch höher gegangen, auf 48 Millionen Dollar. Le Reve (Der Traum) stammte aus der Weltklasse-Sammlung von Harry und Sally Ganz.

Ex aequo: Konkurrent Sotheby's kam bei der Abendauktion ebenfalls insgesamt auf rund 39 Millionen Pfund oder 60 Mio. Euro, insgesamt auf 47 Millionen Pfund. Starlos war ein Seerosenbild Monets, das 13,5 Mio. Pfund oder umgerechnet 21,4 Mio. Euro einbrachte.

(dok/DER STANDARD, Printausgabe, Sa./So., 28.6.2002)

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