KPN will Teile der Leitungen von KPNQwest

28. Juni 2002, 19:39
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Telekomkonzern will Verbindungen in London und Paris übernehmen

Amsterdam - Das niederländische Telekomunternehmen KPN hat Interesse an Teilen des Netzes der insolventen KPNQwest in den Niederlanden, Belgien und Deutschland bekundet. Daneben wolle der Telekomkonzern Verbindungen in London und Paris übernehmen. KPN ist 40-Pro- zent-Eigentümer des insolventen Kabelnetzbetreibers KPNQwest.

Den Preis, den KPN zu zahlen bereit wäre, wollte KPN-Sprecher Marinus Potman am Freitag jedoch nicht nennen. Bei den Teilen des Netzes, an denen KPN Interesse hat, handelt es sich um die Bereiche, um deren operative Fortführung KPN nach einer in dieser Woche mit anderen Telekomunternehmen geschlossenen Vereinbarung zufolge bemüht ist.

Schon am Donnerstag hat sich der US-Telekomkonzern AT&T als Interessent zurückgezogen. Dem Vernehmen nach soll AT&T vor den unübersehbaren, verwickelten Eigentumsverhältnissen eben- so wie vor unbeglichenen Forderungen zurückschrecken. Es sei leichter, allenfalls nach der Liquidation überschaubare Teile als das Ganze zu kaufen. Für Unsicherheit sorgte auch, dass der Buchprüfer dem Unternehmen keinen Prüfvermerk für 2001 geben will. Eine Abschaltung des Netzes per 1. Juli ist denkbar. (APA, Reuters, red/DER STANDARD, Printausgabe, 29.6.2002)

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