Deutsche TV-Rechte bleiben bei Kirch

28. Juni 2002, 18:22
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20 Prozent weniger Geld für Vereine

Frankfurt/Main - Der Vorstand der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vergab am Freitag die TV-Rechte für zwei Jahre (samt Option für weitere zwei Saisonen) an die neue Projektgesellschaft (Buliga GmbH) der KirchMedia. Das Unternehmen zahlt der DFL und ihren 36 Profiklubs pro Saison 290 Millionen Euro. Als Ausgleich für die geschuldeten 80 Millionen Euro aus dem Vorjahr erhält die DFL eine einmalige Zahlung von 50 Millionen Euro. Insgesamt müssen die Klubs duch die neuen Verträge eine Reduktion der Fernsehgelder um 20 Prozent hinnehmen.

Verlierer im TV-Poker ist der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber. Seine Firma AIM hatte 320 Millionen Euro pro Saison für einen Vierjahreskontrakt geboten und wollte die ARD ins Boot nehmen. Der DFL wurden zusätzlich jeweils 25 Prozent am TV-Sender DSF und am Internet-Anbieter Sport1. angeboten. Lehnt der Profiverband das Angebot ab, fließen nochmals fünf Millionen Euro an die DFL.

Die Bundesliga-Sendung "ran" wird in Zukunft samstags um 18 Uhr beginnen und dauert bis 20 Uhr. Sonntags wird von 19 bis 20.15 Uhr gesendet. Zudem zeigt SAT.1 zum Saisonstart am 9. August die Partie Borussia Dortmund - Hertha BSC und ein zweites Match zum Rückrunden-Start live.

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