Causa Gaugg: Sallmutter sieht Sozialminister Haupt rücktrittsreif

30. Juni 2002, 12:49
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Nach Gaugg-Unterstützung hat Minister Vertrauen der AK verloren

Wien - Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter (SPÖ), sieht Sozialminister Herbert Haupt (FPÖ) Rücktritts reif. Der Grund dafür ist die Causa Gaugg. Sallmutter bezieht sich sichtlich auf einen Bericht des "Standard", der aus jenem Vertrag zitiert, den der freiheitliche Abgeordnete Reinhart Gaugg als stellvertretender Leiter der Pensionsversicherungsanstalt bekommen soll und der Sonderregelungen vorsieht.

Haupt hätte seiner Aufsichtspflicht in der Sozialversicherung nachkommen müssen und nicht für Gaugg intervenieren dürfen, so Sallmutter Sonntag in einer Aussendung.

Auf Druck des Sozialministers solle von der gängigen Praxis des Hauptverbandes der vergangenen Jahre abgegangen werden, grundsätzlich keine Ausnahmen bei der Absolvierung von Dienstprüfungen zu gewähren und dabei keinerlei politischen Interventionen nachzugeben. "Dass ausgerechnet die angebliche Anti-Privilegien-Partei FPÖ sich unverschämt dieser Praktiken bedient, ist mehr als entlarvend", so Sallmutter. Durch die "nachweislichen massiven politischen Interventionen des Ministers zu Gunsten seines Parteifreundes hat Haupt nun endgültig jedes Vertrauen der Arbeitnehmervertretungen verloren", erklärte Sallmutter. (APA)

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