Wiener Verkehrsstadtrat Schicker ist vom Neustart nicht überzeugt

28. Juni 2002, 15:35
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Verbesserungen müssen "ausgereift, rasch umsetzbar und finanziell im fixierten Rahmen bleiben

Wien - Der Wiener Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) zeigt sich angesichts des bevorstehenden Neustarts der Viennabikes "nicht überzeugt" vom Gelingen dieses zweiten Anlaufs. In einer Aussendung am Freitag forderte er vom Betreiber-Verein ein neues System: Es müsse ein "klares Verbesserungskonzept" geschaffen werden, "wenn es diesmal besser funktionieren soll". Die Betreiber planen, wieder mit dem Zwei-Euro-Pfandsytem zu starten - haben jedoch bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.

Der Grüne Klubobmann im Rathaus Christoph Chorherr, neben Schicker zweiter politischer Schirmherr der Gratisstadträder, betonte im Gespräch mit der APA, die von Schicker geforderten Verbesserungen seien "selbstverständlich". Die Viennabike-Betreiber würden seinen Informationen zufolge bereits nächste Woche das Konzept dazu vorstellen.

Dabei handle es sich aber nur um den ersten Schritt, betonte Chorherr: "Die kommenden Monate nutzt man für eine Phase zwei, ein technisch vernünftiges System auszuarbeiten." Die endgültige technische Innovation erwarte er sich im Herbst, sagte der Grüne Klubchef.

Chorherr sprach dem Verein ausdrücklich das Vertrauen aus: "Ich finde das sehr gut, es ist ein schwieriges, riskantes Projekt, dazu gehört es auch, das Probleme auftauchen."

Die neuen Lösungen sollten aber nicht zu teuer sein. Denn auch hier hat Schicker heute klare Richtlinien ausgegeben: So müssen die Neuerungen "ausgereift, rasch umsetzbar und finanziell im fixierten Rahmen bleiben", betonte der Stadtrat. Er forderte vom Betreiberverein, konkrete Perspektiven darzulegen. "Die Experten der Stadt Wien haben klare Subventionsvorgaben festgelegt, die der Verein erfüllen muss", so Schicker in der Aussendung. Weitere Kosten müsse der Viennabike-Verein über Sponsoren hereinholen. (APA)

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