Portugal lockert Verbot von Todesstoß in Stierkampfarena

28. Juni 2002, 16:36
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Nach portugiesischem Recht ist der Todesstoß nicht zugelassen. Die Toreros deuten ihn in der portugiesischen Version des Stierkampfes nur an...

Lissabon - In Portugal soll das Töten von Kampfstieren in der Arena künftig in Ausnahmefällen zugelassen werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den die Parteien der Mitte-Rechts-Regierung noch in diesem Sommer im Parlament verabschieden lassen wollen. Die geplante Ausnahmeregelung soll nach Presseberichten vom Freitag für Ortschaften nahe der spanischen Grenze gelten, in denen die Stiere nach einer alten Tradition vom Torero in der Arena getötet werden.

Nach portugiesischem Recht ist der Todesstoß in der Stierkampfarena derzeit nicht zugelassen. Die Toreros deuten ihn in der portugiesischen Version des Stierkampfes nur an. Die Tiere werden nach dem Kampf im Schlachthaus getötet. In manchen Orten - wie in Barranco an der spanischen Grenze - setzt man sich jedoch seit Jahren über das Verbot hinweg. Staatspräsident Jorge Sampaio regte an, die geltende Regelung zu lockern. Damit zog er sich allerdings die Kritik von Tierschützern zu. (APA/dpa)

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