WorldCom-Krise könnte weltweiten Internet-Verkehr beeinträchtigen

28. Juni 2002, 14:09
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Hälfte aller weltweiten E-Mails läuft über Konzern-Tochter

Die Krise beim US-Telefonkonzern WorldCom könnte den weltweiten Internet-Verkehr erheblich beeinträchtigen. WorldCom besitze über seine Tochter UUNet das größte Internet-Netz in den USA, erklärte die Beraterfirma Gartner Group in San Francisco. Über UUNet, zu dem auch Transatlantikverbindungen nach Europa gehören, laufen demnach 50 Prozent aller weltweit verschickten E-Mails und 70 Prozent der elektronischen Post in den Vereinigten Staaten. WorldCom besitzt insgesamt 150.000 Kilometer an Glasfaserkabeln auf sechs Kontinenten.

Kein Black-out

Einen regelrechter Black-out sei derzeit allerdings nicht zu erwarten, betonten die Gartner-Experten. Schon die angekündigte Entlassung von 17.000 WorldCom-Mitarbeitern könne aber Qualität und Geschwindigkeit der Übertragung in Mitleidenschaft ziehen. Für direkte Kunden des Telefonkonzerns sei es deshalb ratsam, sich nach alternativen Anbietern umzuschauen.(apa)

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