Kredite werden teurer

28. Juni 2002, 13:55
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Raiffeisen NÖ-Wien hebt ab Montag Zinsen um halben Prozentpunkt

Wien - Der Zinstrend für bestehende Verbraucherkredite zeigt jetzt nach oben. Am Montag (1. Juli) wird die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) die Zinsen für die der Zinsgleitklausel unterliegenden Altkredite um einen halben Prozentpunkt anheben. Dies bestätigte die RLB am Freitag auf APA-Anfrage. Im Neugeschäft seien keine Änderungen vorgesehen, hieß es.

Zum letzten Stichtag (per Ende März) hätten die Berechnungen "haarscharf" eine Erhöhung vermieden, sodass der Aufschlag nach dem zweiten Quartal vergleichsweise höher ausfalle, hieß es aus der RLB zur APA.

Demnächst auch Änderung der Sparzinsen

Vom Automatismus sind jene bestehenden Privatkredite betroffen, die vertraglich mit der seit 1997 definierten und an Marktindikatoren gebundene "Zinsgleitklausel" (automatische Bindung an den Geldmarkt, gemessen an Interbankensatz und Sekundärmarktrendite) versehen sind.

In der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe werde noch die Bekanntgabe der letzten Indikatoren durch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) abgewartet, sodass die Frage der Kreditzinsen "übernächste Woche spruchreif" werden dürfte, so ein Sprecher der größten Bankengruppe in Österreich. Für die Sparzinsen warte man die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. (APA)

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