Zwei Meningitis-Todesfälle

28. Juni 2002, 18:17
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Neunjähriger Meningitis-Patient in Oberösterreich und 19-Jährige in Bayern gestorben

Linz - Jener neunjährige Bub aus Niederwaldkirchen (Bezirk Rohrbach) in Oberösterreich, der an der gefährlichen bakteriellen Meningokokken-Meningitis erkrankt war, ist Donnerstagabend im Linzer Kinderkrankenhaus gestorben. Dies bestätigte das Spital.

"Fast alle Organe des Buben waren von der Infektion betroffenen und der Neunjährige ist ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen an Herzversagen gestorben", so der behandelnde Arzt Klaus Schmitt.

Der zweite derzeitige Fall von Meningitis in Oberösterreich, bei dem ein Mädchen erkrankt ist, verlaufe völlig konträr: "Das Mädchen ist bereits wieder fast gesund und muss lediglich noch für diverse Routine-Untersuchungen im Kinderkrankenhaus bleiben", so Schmitt.

Todesfall in Bayern

Ein Todesfall nach einer Hirnhautentzündung wurde auch aus Bayern gemeldet. Eine 19-jährige Schülerin ist am Donnerstag in Würzburg an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben.

Nach Informationen der Zeitung "Mainpost" war die Schülerin nur wenige Stunden zuvor in die Würzburger Universitäts-Klinik eingeliefert worden. Laut Gesundheitsamt handelt es sich um den vierten Meningitis-Fall in diesem Jahr im Raum Würzburg. Es sei allerdings der erste mit tödlichem Ende. Gleichzeitig warnte die Behörde vor einer Panikmache. Es handle sich um eine "Einzelfall-Erkrankung". (Apa/dpa)

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