Solarwärme ins Grazer Netz eingespeist

28. Juni 2002, 13:34
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Die größte thermische Solaranlage Österreichs ist in Betrieb

Graz - Die größte thermische Solaranlage Österreichs - und eine der ersten in diesem Ausmaß europaweit - ist am Freitag in der Steiermark in Betrieb gegangen. Die 1.440 Quadratmeter große Kollektorfläche am Dach der Skatinghalle neben dem Arnold-Schwarzenegger-Stadion speist damit ab sofort Sonnenenergie im Ausmaß von rund 600 Megawattstunden im Jahr in das Fernwärmenetz der Grazer Stadtwerke ein.

Die aus der Mega-Anlage gewonnene Energie wird direkt in das städtische Fernwärmenetz eingespeist. In Österreich und Skandinavien gibt es zwar schon erste Erfahrungen mit der Einleitung von Solarwärme in kleinere Biomasse-Nahwärmenetze, eine Anlage dieser Größenordnung und mit diesem Anlagenschema ist in Mitteleuropa bisher jedoch nicht realisiert worden.

Die Energie, die die Anlage erzeugt, entspricht dem Jahreswärmebedarf von 400 Haushalten. Das wiederum kommt - im Vergleich zur Verwendung eines Ölkessels mit 70 Prozent Gesamtwirkungsgrad - einer Einsparung von rund 2.500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gleich. Die Stadt hat diese Initiative mit 44.000 Euro aus Mitteln der betrieblichen Umweltförderung unterstützt.

Errichtet wurde die Anlage nach einem Contracting Modell, bei dem die Firma S.O.L.I.D. GmbH die Planung und Errichtung und die Grazer Stadtwärme AG die Abnahme besorgt. Rund 50 Prozent der Errichtungskosten von rund 600.000 Euro werden von der öffentlichen Hand - Bund, Stadt und Land - gefördert. (APA)

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