Linz bewirbt sich

28. Juni 2002, 21:12
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Gemeinsame Initiative mit dem Land Oberösterreich

Linz - In gemeinsamer Initiative mit dem Land Oberösterreich bewirbt sich Linz als europäische Kulturhauptstadt 2009. Die Landeshauptstadt habe das nötige Potenzial für ein solches Vorhaben. Projekte wie das Ars Electronica Festival oder die Linzer Klangwolke würden jedes Jahr aufs Neue beweisen, welchen Stellenwert das Experiment und die kulturelle Zukunftsorientierung in Linz haben, so der Bürgermeister der Stadt, Franz Dobusch (S), in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer (V) und dem Linzer Vizebürgemeister und Kulturreferenten, Reinhard Dyk (V), am Freitag in Linz.

Von den kulturellen Ressourcen der Landeshauptstadt ist auch Landeshauptmann Pühringer überzeugt: "Das Land Oberösterreich bringt einen beträchtlichen Teil der kulturellen Infrastruktur der Landeshauptstadt ein. Diese kulturellen Einrichtungen - Landestheater, Bruckner Orchester, Landesmuseum, -galerie, -archiv und -bibliothek, Bruckner Konservatorium, O.K. Centrum für Gegenwartskunst, Ursulinenhof und Stifterhaus spiegeln das breite kulturelle Spektrum wider, dem sich die Landespolitik verpflichtet fühlt".

Auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009 habe man auch schon in den vergangenen Jahren Vorarbeit geleistet, so Vizebürgermeister Dyk. Bereits der europäische Kulturmonat im Jahr 1998 sei so etwas wie ein "Testlauf" gewesen, der europaweit viel Beachtung und Anerkennung gefunden habe, so Dyk. Die nächsten Monate würden ganz im Zeichen der Ideenfindung und des Herausarbeitens von Leitlinien für die Bewerbung stehen. Zu diesem Zweck habe man eine Arbeitsgruppe - bestehend aus Künstlern, Kulturschaffenden, Wissenschaftern und Vertretern von Land und Stadt - ins Leben gerufen.

Besonders Augenmerk werde man einer möglichst "breiten Einbindung" der Bevölkerung in den Kulturhauptstadt-Prozess schenken, so Dyk. "In einem Europa der Regionen ist die Ernennung zur Kulturhauptstadt Bestätigung und Ausdruck der Wertschätzung für gewachsene Strukturen, für eine geographisch und kulturpolitisch bedingte Mittlerrolle von Land und Stadt innerhalb der unterschiedlich entwickelten Szenerien in Mitteleuropa", erklärte Pühringer. (APA)

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