Europäer sparen immer weniger

28. Juni 2002, 13:02
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Österreicher legen 8,2 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante - Franzosen sparen mit 15,8 Prozent am meisten

Berlin - Die Europäer legen immer weniger auf die hohe Kante. In fast allen europäischen Ländern sei die Sparquote in den vergangenen zehn Jahren gesunken, teilte der Bundesverband deutscher Banken am Freitag in Berlin mit. Lediglich in Frankreich habe es noch einen Anstieg gegeben. Damit sind die Franzosen, die 15,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens nicht ausgeben, auch Europa-Meister. Es folgen die Belgier mit 12,8 Prozent, Spanien mit 11,2 Prozent und Italien mit 10,2. Die Bundesbürger legen lediglich 9,8 Prozent ihres Einkommens beiseite. Bei den Österreichern sind es sogar nur 8,2 Prozent. Grundlage für den internationalen Vergleich sind Zahlen aus dem Jahr 2000.

Geändert haben sich auch die Anlagefavoriten in den Euro-Ländern: Anlagen in Aktien, Investmentzertifikaten, Versicherungen und Pensionsfonds stiegen zwischen 1995 und 2000 von 45 auf 60 Prozent. Hatten die privaten Haushalte 1995 noch für 39 Prozent ihres Geldvermögens Bargeld, Sicht- und Spareinlagen bevorzugt, waren dies fünf Jahre später nur noch 29 Prozent.(APA/AFP)

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    foto: photodisc
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