"Karl Popper 2002 Centenary Congress"

28. Juni 2002, 12:36
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Tagung in Wien mit umfangreichem Rahmenprogramm von 3. bis 7. Juli

Wien - Anlässlich des 100. Geburtstags von Sir Karl Popper findet an der Universität Wien und im Wiener Rathaus vom 3. bis 7. Juli der "Karl Popper 2002 Centenary Congress" statt. 300 Teilnehmer aus 50 Ländern werden zu der vom Wiener Karl Popper Institut, der Uni Wien und den Wiener Vorlesungen organisierten Tagung erwartet. Rund um die Veranstaltung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Eröffnet wird der Kongress im Rahmen der Wiener Vorlesungen am 3. Juli (18.00 Uhr) im Festsaal des Wiener Rathauses. Hans Albert, einer der bedeutendsten Vertreter von Poppers Ideen im deutschsprachigen Raum, hält den Eröffnungsvortrag. Außerdem wird der ORF/3sat-Film "Ausgangspunkt Österreich. Zum 100. Geburtstag von Sir Karl Popper" von Koschka Hetzer-Molden uraufgeführt. Anschließend findet ein von Franz Kreuzer moderiertes Podiumsgespräch statt, an dem u.a. Albert und der britische Mathematiker und Kosmologe Sir Hermann Bondi teilnehmen.

Am 4. Juli (19.00 Uhr) werden Bondi und Peter Kampits, Vorstand des Instituts für Philosophie der Universität Wien, in einer zweiten Veranstaltung der Wiener Vorlesungen im Rathaus über die Bedeutung von Poppers Philosophie für die Natur- und Sozialwissenschaften sprechen. Die Veranstaltungen im Rathaus sind allen Interessierten kostenlos zugänglich.

Vorträge und Symposien

Das wissenschaftliche Programm des Kongresses gliedert sich in rund ein Dutzend Vorträge und Symposien, die von eingeladenen Vortragenden gehalten werden, sowie in Kurzpräsentationen von mehr als 200 Konferenzteilnehmern in sieben Sektionen und mehr als 60 Sitzungen. Alle Veranstaltungen finden im Hauptgebäude der Universität Wien statt. Die Sektionen widmen sich Poppers Arbeit zur Erkenntnistheorie und Metaphysik, der Politischen Philosophie, der Logik und wissenschaftlichen Methode. Weitere Schwerpunkte sind die Bedeutung von Poppers Theorie der offenen Gesellschaft in der heutigen Welt, die metaphysischen Aspekte moderner physikalischer Theorien, die Theorie der Rationalität und Probleme der Philosophie der Erziehung.

Abgeschlossen wird der Kongress am Sonntag, 7. Juli (10.00 Uhr), mit der Enthüllung einer Büste Poppers im Arkadenhof der Uni Wien. Bereits seit 24. Juni zeigt die Universitätsbibliothek Wien in ihrem Foyer eine Ausstellung über Poppers Leben und Werk (bis 31. August). Zu besichtigen sind neben der Dissertation von Popper zahlreiche Erstausgaben seiner Werke sowie Bilder und Faksimiles aus der Karl-Popper-Sammlung der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Auch im Palais Palffy ist vom 3. bis 30. Juli eine Ausstellung über Popper zu sehen (geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr)

Karl Popper als Komponist kann man am 5. Juli (19.30 Uhr) in der Kirche zu St. Michael in Heiligenstadt erleben. Dabei wird seine Fuge, die er in Fis-Moll komponierte, mit einer Auswahl an Stücken von Bach in einem Orgelkonzert zu hören sein. (APA)

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