Eishockeylegende Phil Esposito zu Gast bei den Vienna Capitals

28. Juni 2002, 12:27
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Cincinnati Cyclones kommen zu Testspiel-Serie nach Österreich

Wien - Einer der ganz großen Legenden des internationalen Eishockey war in dieser Woche in Wien zu Gast, um die Kooperation seines Vereins mit den Vienna Capitals zu präsentieren. Phil Esposito, mit 717 NHL-Toren noch immer die Nummer vier der Alltime-Statistik, wird künftig mit den Cincinnati Cyclones aus der East Coast Hockey League (ECHL) mit den Wienern zusammenarbeiten. Die Cyclones, die auch mit dem italienischen Meister Milano Vipers kooperieren, werden im September eine Tour durch Österreich mit Spielen gegen die Capitals (voraussichtlich 26.), Meister VSV und Innsbruck abhalten.

Der gebürtige Wiener Karl Hofer, der vor vier Jahren schon eine Tour der NHL-Klubs Buffalo Sabres und Tampa Bay Lightning (damaliger Manager: Phil Esposito) durch Österreich arrangiert hat, hat auch den Kontakt der Wiener mit Cincinnati hergestellt. "So ein Erfahrungsaustausch ist sehr gut, wenn das kleine Eishockey-Land Österreich so eine große Beziehung eingehen kann. Es ist wichtig zu sehen, wie die Burschen drüben arbeiten, wie das Coaching und das Training ist", meinte der sportliche Leiter der Capitals, Trainer Kurt Harand.

Trainingsmöglichkeiten in den USA

Wie die Kooperation genau abläuft, ist noch nicht fixiert. Geplant ist jedenfalls, Nachwuchsspielern einmal eine Trainingsmöglichkeit in den USA zu ermöglichen, Esposito hat auch eine Einladung für die Capitals nach Cincinnati ausgesprochen. Dass auch die Cyclones von den europäischen Kooperationen profitieren können, davon ist Esposito überzeugt. "Ich bin jetzt 40 Jahre lang im Profi-Eishockey und ich habe nie aufgehört zu lernen", erklärte der 60-Jährige.

Der legendäre Stürmer der Boston Bruins hielt Ende der 60-er/Anfang der 70-er Jahre unzählige Rekorde in der NHL. Er war der erste Stürmer mit über 100 Punkten in einer Saison (68/69), stellte mit 76 Treffern in einer Saison (70/71) auch einen Torrekord auf und war fünf Mal Torschützenkönig. Die Rekorde hielten, bis Wayne Gretzky die Eishockey-Bühne betrat.

Esposito hat aus seiner aktiven Zeit noch schöne Erinnerungen an Wien. 1977 bei der WM war der Mann mit der Rückennummer 7 der Star von Team Canada, das allerdings ohne Medaille blieb. An die Atmosphäre im Stadion erinnert er sich aber gerne. "Ich habe die Stimmung genossen", sagt er und erkundigt sich gleich, ob es in der Wiener Halle noch Stehplätze gibt: "Da sind die echten Fans."(APA)

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