Vignettenschonfrist auf der Wiener Nordbrücke läuft am Montag aus

28. Juni 2002, 12:06
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ÖAMTC fordert weitere Verlängerung - Schicker: Keine Möglichkeit, weil Nationalratsbeschluss

Wien - Ab Montag wird es auf der Nordbrücke Ernst: Wer keine Vignette auf der Windschutzscheibe kleben hat, wird bestraft. Die Strecke ist seit Anfang April vignettenpflichtig. Um den Wienern die Umstellung zu erleichtern, wurde bisher aber nicht zur Kasse gebeten. Der ÖAMTC fordert jetzt eine Verlängerung der Schonfrist bis Ende des Jahres. Aus dem Büro des Wiener Verkehrsstadtrats Rudolf Schicker (S) hieß es am Freitag auf Anfrage der APA, dazu gebe es keine Möglichkeit, denn die Mautpflicht sei vom Nationalrat beschlossen worden.

Auch Anträge an den zuständigen Verkehrsminister Mathias Reichhold (F) hätten nichts gebracht. Denn auch dieser könne den Nationalratsbeschluss, die Nordbrücke in das Netz der ASFINAG einzugliedern, nicht mehr rückgängig machen, so die Auskunft aus dem Stadtratsbüro. Außerdem gebe es drei weitere Brücken, die man zur Donauquerung befahren könne.

Bisher wurden die Autofahrer, die ohne Pickerl auf der Nordbrücke erwischt worden sind, nur abgemahnt. ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau forderte in einer Aussendung, diese Praxis bis auf weiteres beizubehalten: "Die Bürger sehen die Nordbrücke einfach als Donauübergang und als Teil des Wiener Straßennetzes." Sie verlangt eine Schonfrist bis Jahresende. Ab Jänner 2003 könne dann auf der Basis des Mautgesetzes eine Ausnahmebestimmung erlassen werden, so Brugger-Brandau. (APA)

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