Salzburger Freibad jetzt auch für Nachtschwärmer geöffnet

28. Juni 2002, 11:14
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Die Erweiterung des Volksgartenbad soll 2,5 Mill. Euro kosten

Salzburg - Das älteste Freibad der Stadt Salzburg nimmt jetzt österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Bis Ende August hält das "Volksgartenbad" nicht nur am Tag, sondern auch von 19.00 bis 22.00 Uhr, Freitag und Samstag sogar bis 22.30 Uhr, seine Türen offen. Der nächtliche Badespaß bei 25 Grad Wassertemperatur "ist vor allem für alle Sportbegeisterte, berufstätige Erwachsene und Jugendliche gedacht", erklärte der ressortzuständige Vizebürgermeister Siegfried Mitterdorfer (F) bei der Eröffnungsfeier Donnerstag Abend.

Trotz strömenden Gewitterregens ließ sich es der Leiter der städtischen Bäder, Werner Krausz, nicht nehmen, vor den rund 20 wetterfesten Nachtschwärmern ins geheizte Becken zu steigen. Dass die Nachtbadeaktion insgesamt ins Wasser fällt, davor hat der Vizebürgermeister - er stand bei der Eröffnung lieber im Trockenen unter dem Schirm - keine Angst: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Salzburger dieses kostengünstige und attraktive Angebot auch annehmen. Der Probebetrieb ist eine Woche lang gut gelaufen. Und auch die Wetterexperten kündigen einen heißen und trockenen Sommer an." Das nächtliche Badevergnügen kostet 1,50 Euro pro Kopf.

Die kommenden Wochen bezeichnet Mitterdorfer als Testphase. "Es wird noch einige Zeit brauchen, bis das Nachtbadeangebot auch voll angenommen wird. Daher ist es noch zu früh, Erfolgserwartungen oder Prognosen über Gästezahlen abzugeben." Detaillierte Angaben konnte er jedoch über den finanziellen Aufwand machen: "Die Investitionskosten betragen 25.000 Euro. Der größte Teil des Geldes wurde für die Flutlichtanlage und andere Beleuchtungsverbesserungen ausgegeben. Zusätzlich fallen noch Personalkosten von rund 17.000 Euro an."

Anlässlich der nächtlichen Badepräsentation kündigte Mitterdorfer seine Erweiterungspläne für das im Jahr 1892 gegründete Freibad der Stadt Salzburg an. "Es platzt seit langem aus allen Nähten. Das Volksgartenbad könnte auf der 13.000 Quadratmeter großen Sportfläche des ASKÖ genau um das Doppelte vergrößert werden. Für den ASKÖ finden wir sicher einen neuen Platz, vielleicht beim Salzachsee", meinte der Vizebürgermeister. Die Sportanlage neben dem Bad befinde sich in einem sehr schlechten Zustand, der Nutzungsvertrag sei bereits ausgelaufen und werde nur mehr befristet verlängert.

"Mit der Erweiterung erhält das Bad mehr Erlebnis-Charakter. Geplant sind ein Spaßbecken mit Rutschen für Kinder ähnlich dem neuen Bergheimer Freibad, zwei Beachvolleyballplätze, zwei Kleinfußballfelder sowie die Modernisierung und Vergrößerung der sanitären Anlagen um insgesamt rund 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten." Eine Studie wurde bereits in Auftrag gegeben. Mitterdorfer zeigte sich auch optimistisch, dass die Mehrheit des Gemeinderates dem geplanten Projekt zustimmen wird. (APA)

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