Gemeinsam in Sachen Sicherheit

28. Juni 2002, 11:13
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Sun unterstützt Sicherheitsstandard von Konkurrent Microsoft

Sun Microsystems will nach Angaben in US-Medien die von IBM, Verisign und Microsoft veröffentlichte Sicherheitsspezifikation WS-Security unterstützen. Ursprünglich hatte Sun seine eigene Spezifikation erarbeitet. Nach der Kehrtwende will der Konzern nun mit seinen Konkurrenten bei der Weiterentwicklung von WS-Security zusammenarbeiten.

Sicherer Austausch von Daten

Die Spezifikation WS-Security wurde im April 2002 vorgestellt und soll Webservices den sicheren Austausch von Daten ermöglichen. Die Technologie basiert auf dem Simple Object Access Protocol (SOAP) von Microsoft. IBM, Verisign und Microsoft haben inzwischen die WS-Security-Spezifikation bei dem Standardisierungsgremium Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) angemeldet.

Erbitterte Konkurrenten

Die Kehrtwende kommt überraschend, da Microsoft und Sun zwei erbitterte Konkurrenten sind. Mit der Mitarbeit von Sun bei der Weiterentwicklung von WS-Security in OASIS wird ein möglicher Bruch zwischen den Standards vermieden. Mit einer einheitlichen Sicherheitsstruktur wird eine wichtige Voraussetzung für Webservices, die als eine der Zukunftstechnologien in der IT-Industrie angesehen werden, geschaffen.

Trotzdem sind nicht alle Parallelentwicklungen abgestellt. So hat Sun erst gestern seine Spezifikation für den Datenaustausch zwischen Webservices, das Web Services Choreography Interface, veröffentlicht. Der Konzern folgt damit IBM und Microsoft, die ebenfalls entsprechende Technologien anbieten. (pte)

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