Gegen Waffen im All

28. Juni 2002, 17:58
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China und Russland wollen dazu ein Abkommen, die USA nicht

Genf - China und Russland haben sich am Donnerstag in einer gemeinsamen und eindeutig gegen die Rüstungspläne der USA gerichteten Initiative für ein Abkommen zum Verbot von Waffen im Weltraum ausgesprochen. Der Weltraum drohe militarisiert und Schauplatz eines Wettrüstens zu werden, erklärte der chinesische UN-Botschafter Hu Xiaodi bei der Vorstellung des Vorschlags vor der UNO-Abrüstungskommission in Genf.

Eine solche Entwicklung müsse unter allen Umständen verhindert werden, forderte auch der russische UNO-Botschafter Leonid Skotnikow. Denn später müssten dann um so mehr Mittel aufgewendet werden, um den Weltraum wieder zu entmilitarisieren.

Die USA, die vor zwei Wochen erst den ABM-Vertrag von 1972 aufkündigten, der den Aufbau von Raketenabwehrsystemen regelte, lehnten den Vorschlag umgehend ab. Sie hätten nicht vor, Waffen im Weltraum zu stationieren, und sähen auch keinen Bedarf für ein solches Abkommen. (APA/AP)

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