Putin dankbar für Milliarden-Hilfe zur Entsorgung von Kampfstoffen

28. Juni 2002, 07:36
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Chemische Waffen und U-Boot-Kernreaktoren haben Priorität

Calgary/Kananaskis - Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zufrieden über die Ergebnisse des G-8-Gipfels im kanadischen Kananaskis geäußert. Als besonders positiv hob er das 20 Milliarden Dollar schwere Finanzpaket zur Entsorgung ausgemusterter nuklearer und chemischer Waffen in Russland hervor. "Die Verantwortung zur Entsorgung liegt bei Russland selbst, aber wenn uns die Partner helfen, sind wir dafür dankbar", sagte Putin am Donnerstagabend.

Die Mittel will Putin in erster Linie zur Entsorgung der "von der Sowjetunion geerbten Probleme" verwenden. Damit meinte er konkret chemische Waffen und die Kernreaktoren der inzwischen außer Dienst gestellten Atom-U-Boote. Er betonte, dass ein Teil der von der G 8 vorgesehenen Gelder auch in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken zur Beseitigung militärischer Altlasten der Sowjetunion genutzt werden sollte. "Aber das muss noch genau analysiert werden", sagte Putin.

Zugleich betonte Putin, dass zumindest in Russland keine Gefahr bestehe, dass diese ausgemusterten Waffen und Kampfstoffe in die Hände von Terroristen fallen könnten. "Bei uns steht alles unter strenger Kontrolle", sagte Putin. (APA/dpa)

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