Frankreich: Werbeeinnahmen waren 2001 stark rückläufig

27. Juni 2002, 22:59
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Minus 4,5 Prozent in Bezug auf 2000 - Gesamtumsatz sank um 1 Prozent

Der Gesamtumsatz der französischen Printmedien hat im Vorjahr im Vergleich zum Jahr 2000 um 1 Prozent auf 10,62 Mrd. Euro abgenommen. Mit einer Abnahme von 4,5 Prozent waren insbesondere die Werbeeinnahmen rückläufig. Diese Daten gab das Medieninstitut DDM ("Direction du Developpement des Medias") bekannt. Laut Studie handelt es sich um die erste rückläufige Entwicklung der Werbeeinnahmen seit 1994. Der Werbeannoncen sind die zweite Einnahmequelle für die Zeitungsverlage nach dem Verkaufsumsatz. Sie stellten im Vorjahr 43,6 Prozent des Gesamtumsatzes dar.

Rekordjahre

Die Studie schränkt allerdings ein, dass 1999 und 2000 "rekordartige" Werbeeinnahmen verzeichnet worden seien. Durch die Abnahme im Jahr 2001 sei man daher auf ein "gewöhnliches Niveau" zurückgekehrt. Die Einnahmen lagen auch 2001 noch um 13,8 Prozent höher als 1998, so das DDM. Die Werbeannoncen nahmen bei der nationalen Presse besonders stark ab (minus 16,7 Prozent). Ihr Umsatz sank dadurch um 7 Prozent. Die lokale Presse konnte ihre Verkaufseinnahmen um 5,1 Prozent und ihren Umsatz um 0,7 Prozent steigern.

Die Einnahmen durch den Verkauf von Zeitungen nahmen laut Studie in derselben Zeitspanne um 1,9 Prozent zu. Besonders stark stiegen die Einnahmen durch Abonnements an (plus 5,9 Prozent). Der Verkauf im Zeitungshandel blieb beinahe unverändert (minus 0,2 Prozent).

Bei der Erstellung der Studie hat das am Amt des Premierministers angesiedelte DDM 300 französische Zeitungsverlage berücksichtigt. Sie stellen etwa 80 Prozent des Umsatzes in der Branche dar. (APA)

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