"Lasst uns nicht zurück"

27. Juni 2002, 19:12
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Gegengipfel in Mali erwartet Unterstützung für Reformen

Bamako - "Wir wollen der Welt sagen, dass wir nicht damit einverstanden sind, zurückgelassen zu werden", sagte ein Sprecher der Gruppe "Jubilee 2000", die zu einem "Gegengipfel der Armen" in Mali aufgerufen hatte. Die Gruppe will auf dem Gegengipfel auf das Schicksal Afrikas aufmerksam machen und setzt sich für großzügige Schuldenerlasse für die afrikanischen Staaten ein.

Der Sekretär der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (Ecowas), Mohamed Ibn Chambas, sagte, seine Organisation erwarte, dass die G-8 sich mit ihrem ganzen Gewicht hinter eine neue Initiative der Afrikaner namens Nepad stellten. Mit Nepad (Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas) wollen der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki und andere Staatschefs den Kontinent aus Rückständigkeit und Vergessenheit führen. Nepad bedeutet, dass die afrikanischen Staaten handeln und nicht nur auf die Hilfe der Industrieländer setzen.

Das Gastgeberland Mali selbst gehört mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von umgerechnet etwas mehr als 240 Euro zu einem der ärmsten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent. (DER STANDARD, Printausgabe, 28.6.2002, Reuters)

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