Was 14-Jährige wissen müssen

27. Juni 2002, 19:31
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Gehrer legt im STANDARD-Interview neue Wissensnormen fest - Ministerin will Standards für Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen

Nächstes Schuljahr werden Standards für die dritte und achte Schulstufe veröffentlicht. Dies soll als Orientierungshilfe für Eltern dienen, sagt Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im STANDARD-Interview. Ein Expertenpapier - es umfasst die Hauptfächer Deutsch, Mathematik sowie Fremdsprachen - liegt bereits vor und wurde gestern den Landesschulratspräsidenten vorgestellt.

Demnach sollen Volksschüler nach der dritten Klasse den Zahlenraum zwischen 1 und 1000 beherrschen und die besondere Funktion der Null verstehen. In der vierten Klasse Hauptschule oder AHS darf dem Schüler beispielsweise der Lehrsatz des Pythagoras (a²+b²=c²) kein Rätsel mehr sein. Kopfrechnen oder zumindest Abschätzen des ungefähren Ergebnisses einer Rechnung sollte kein Problem darstellen. 14-Jährige sollten außerdem mindestens 490 Zeichen pro Minute fließend lesen und in einer Fremdsprache ein einfaches Gespräch über vertraute Themen führen können.

Gehrer wünscht sich mehr Lehrerfortbildung außerhalb der Unterrichtszeit. Die schulautonomen Tage seien nicht als neue Ferien für die Pädagogen gedacht gewesen, kritisiert sie. In Ostösterreich werden am Freitag die Zeugnisse verteilt. (DER STANDARD, Printausgabe, 28. Juni 2002)

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