Datakom-Chef Schuller tritt zurück

28. Juni 2002, 10:19
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Eingliederung in Telekom Austria ist bei ihm auf Widerstand gestoßen

Wien - Überraschend legt der langjährige kaufmännische Direktor der zur Telekom Austria-Gruppe gehörenden Datakom Austria, Franz Schuller, mit Ende Juni seine Funktion zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Vizechef Anton Steinringer, berichtet Pressetext Austria. Dem Vernehmen nach sei Schuller mit der Eingliederung der erfolgreichen TA-Tochter in die Muttergesellschaft nicht einverstanden gewesen. Schuller wolle sich nach eigenen Angaben selbständig machen.

Das Ausscheiden von Schuller erfolge im besten Einvernehmen. In der TA wurde die Eingliederung der Datakom per 30. September beschlossen, allerdings rückwirkend zum 1. Jänner 2002. Schuller war neben dem im Vorjahr in Pension gegangenen technischen Direktor Kurt Martinek maßgeblich für den erfolgreichen Kurs des aus der früheren Telex-Gesellschaft Radio Austria AG hervorgegangenen Unternehmens verantwortlich. Das Duo schaffte den Umstieg in die digitalisierte Datenübertragung mit einer Umsatzsteigerung von 145 Mill. Euro auf 309 Mill. Euro im Zeitraum 1996 bis 2001, bei einem Anstieg des Mitarbeiterstandes von 600 auf 950.

Datakom Austria GmbH war bisher eine 100-Prozent-Tochter der Telekom Austria AG und führender Lösungsanbieter für Datenkommunikation in Österreich. Mit der Umorganisation der TA-Gruppe wird der Firmenname Datakom vom Markt verschwinden. (APA)

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