Erste Anklage gegen Wiener EDOK-Beamte

27. Juni 2002, 12:14
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Staatsanwaltschaft legt ihnen mehrfachen Amtsmissbrauch zur

Wien - Im Fall jener Wiener Mafia-Fahnder, die Anfang April unter dem Verdacht festgenommen worden sind, allzu intensive Kontakte zu einem mutmaßlichen Paten der polnischen Mafia gepflogen zu haben, liegt jetzt die erste Anklage vor.

"Sie ist am Mittwochabend eingebracht worden. Den Beamten wird Amtsmissbrauch in mehreren Punkten vorgeworfen. Weitere Verdachtsmomente sind noch Gegenstand von Erhebungen", sagte Helmut Kellner, Erster Staatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Wien.

Die vorerst aus dem Verkehr gezogenen Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (EDOK) bleiben zunächst ein Mal in Untersuchungshaft. Rechtskräftig ist die Teilanklage, der angesichts der Verdachtslage mit ziemlicher Sicherheit eine weitere folgen dürfte, noch nicht. (APA)

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