ÖsterreicherInnen ist "Populismus" nicht bekannt

28. Juni 2002, 10:26
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Umfrage: Nur 16 Prozent können mit dem Begriff etwas anfangen

Linz - Das Schlagwort "Populismus" ist für viele Österreicher ein rätselhafter Begriff. Nur 16 Prozent besitzen eine klare Vorstellung davon, was darunter zu verstehen ist. Am "ehesten informiert" fühlen sich Personen mit höherer Bildung sowie die sozialen Führungsgruppen und politische Interessierte. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsfdorschungsinstitutes Imas hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Imas befragte von Ende Mai bis Mitte Juni des heurigen Jahres rund 1.000 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren. Dabei gaben nur 16 Prozent an, den Sinn des Wortes "Populismus" genau erklären zu können. Weitere 36 Prozent besitzen eine "ungefähre Vorstellung" davon, 42 Prozent bekannten "unumwunden", den Begriff nicht deuten zu können. Der Rest machte keine Angaben.

Maturanten und Akadamiker tun sich leichter

Vergleichsweise am leichtesten fällt es den Maturanten und Akademikern sowie den leitenden Angestellten und Beamten, "Populismus" zu erklären. Doch auch von diesen bescheinigten sich nicht einmal zwei Fünftel "ein wirklich gutes Verständnis" des Begriffs. "Ganz besonders wenig" wissen Landwirte, einfache Arbeiter, Personen mit Volks- oder Hauptschule sowie die Angehörigen der Generation über 50 mit "Populismus" etwas anzufangen.

54 Prozent der Erwachsenen, deren politisches Interesse "sehr stark" ist, sind in der Lage das Schlagwort zu erklären. Von jenen mit schwachem Interesse sind dies nur sieben Prozent. (APA)

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