Der Bükk im Norden Ungarns

28. Juni 2002, 16:12
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Naturfreunde finden im Nationalpark Bükk-Gebirge eine sehr ursprüngliche Landschaft mit Schluchten, Gräben und Höhlen

Wien - Das Bükk-Gebirge im Norden Ungarns, zwischen Eger und Slowakei gelegen, ist eine sehr ursprüngliche Naturlandschaft und bereits 1976 zum Nationalpark erhoben worden.

Das Mittelgebirge ist durchzogen von Schluchten, Gräben und Höhlen, rauschenden Wasserfällen und Bergbächen, und mit dichten Mischwäldern bedeckt.

Naturfreunde finden nicht nur unbegrenzte Wandermöglichkeiten, sondern auch seltene Pflanzen- und Tierarten, wie etwa den streng geschützten majestätischen Kaiseradler.

Einer der schönsten Orte im Bükk ist der Kur- und Erholungsort Lillafüred. Er liegt malerisch zwischen Berghängen am Ufer des Hámorsees, unweit der Stadt Miskolc.

Vor allem im ausklingenden 19. und im 20. Jahrhundert wurde Lillafüred als Kurort sehr beliebt, wovon zahlreiche Villen zeugen. Eines der schönsten Gebäude des Ortes ist das Palasthotel. Vorbild war ein Jagdschloß des Renaissancekönigs Matthias.

Neben dem Hotel stürzt Ungarns größter Wasserfall, der Szinva-Fall, mehr als 20 Meter über Kalksteinterrassen in die Tiefe. Durch hängende Gärten unterhalb des Hotels erreicht man den Eingang der Anna-Höhle, berühmt für ihre Kalksintergebilde.

Zwei weitere Höhlen in unmittelbarer Umgebung sollten ebenfalls aufgesucht werden. Die István Höhle ist die größte der Region und besteht aus mehreren Kammern und Gängen, die spektakuläre Tropfsteingebilde aufweisen. Sie wird aufgrund ihres besonderen Mikroklimas auch für Heiltherapien benutzt. Die Szeleta Höhle ist berühmt für ihren Reichtum an pflanzlichen und tierischen Fossilien.

Von Lillafüred führt eine Schmalspurbahn vorbei an steilen Kalksteinflanken in das nahe Städtchen Miskolc, seit jeher eine Handels- und Bürgerstadt und entsprechend wohlhabend. Dies ist vor allem bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzone der Altstadt spürbar.

Wahrzeichen der Stadt ist die Reformierte Kirche mit ihrem separaten Glockenturm auf dem Avas-Berg, der auch für seine Weinkeller bekannt ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Burg Diosgyör, im 12. Jahrhundert erbaut, deren teilweise rekonstruierte Überreste als Kulisse für sommerliche Freilichtspiele dienen. (APA/red)

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