BRD: Stiftung zur Erforschung von lesBiSchwulem Leben

29. Juni 2002, 20:06
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Bund will vor allem Diskriminierung während der Zeit des Nationalsozialismus beleuchten lassen

Berlin - Eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Bundes soll künftig in Deutschland das Leben von Schwulen und Lesben erforschen und dabei insbesondere die Diskriminierung während der Zeit des Nationalsozialismus beleuchten. Gegen die Stimmen der CDU/CSU-Fraktion hat sich der Bundestag am Donnerstagabend für die Errichtung einer "Magnus- Hirschfeld-Stiftung" in Berlin ausgesprochen. Für die Bundesstiftung sind bis 2006 jährlich 3,75 Millionen Euro vorgesehen.

"Über fünf Jahrzehnte wurde das den Homosexuellen widerfahrene Unrecht in der Bundesrepublik nicht angemessen gewürdigt", erklärten die rechtspoliitischen Sprecher von SPD und Grünen, Alfred Hartenbach und Volker Beck.

Die nach dem früheren Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld benannte Stiftung soll den Angaben zufolge mit insgesamt 15 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt ausgestattet werden.

Die Einrichtung werde die Arbeit bereits bestehender Projekte unterstützen und soll auch das Gedenken an Hirschfeld fördern. Der 1935 verstorbene Forscher hatte sich insbesondere während der Zeit der Weimarer Republik für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt. (APA)

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