Hohe Kakaopreise machen Schoko teuer

27. Juni 2002, 09:31
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Manner hebt die Preise - Umsatzrückgang im Inland durch Exporte fast kompensiert

Wien - Der traditionsreiche Wiener Süßwarenhersteller Manner hat im ersten Quartal 2002 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit 186.000 Euro knapp auf Vorjahresniveau (187.400 Euro) gehalten. Der Umsatz ging ebenfalls leicht um 0,8 Prozent auf 25,25 Mill. Euro zurück. Auch bei Schnitten, Schokobananen & Co seien zu Jahresbeginn die Auswirkungen der Euro-Umstellung zu spüren gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In den Monaten April und Mai habe sich der Markt wieder leicht erholt, womit nach fünf Monaten der Umsatz von Manner um 2,5 Prozent über dem Vorjahr gelegen sei.

Der Umsatzrückgang im Inland in den ersten drei Monaten von 6,1 Prozent auf 13,87 Mill. Euro sei durch um 6,7 Prozent gesteigerte Exporte nahezu kompensiert worden. Die reinen Markenexporte (ohne Handelsmarken) stiegen, besonders durch den Markteinstieg in einigen osteuropäischen Ländern, im 1. Quartal sogar um 16,1 Prozent.

Besserung

Nachdem sich in den Monaten April und Mai auch in Österreich eine Besserung abzeichnet, werde man das gesetzte Umsatzziel von plus 4 Prozent und ein positives EGT im Gesamtjahr aus jetziger Sicht erreichen, hieß es weiter. Der Umsatz der ersten 5 Monate liegt laut Manner mit 42,97 Mill. Euro um 2,5 Prozent über dem Vergleichswert 2001. Der Inlandsumsatz blieb zwar um 4 Prozent hinter dem Vorjahr, die Exporte allerdings um 11 Prozent höher.

Mit 1. Juli wird Manner - so wie die gesamte Süßwarenbranche - die Preise von besonders kakaohältigen Süßigkeiten wie Schokolade, Rumkugeln, Schokobananen Ildefonso, Mozartkugeln und Dragee-Keksi erhöhen. Grund dafür sei der rund 70-prozentige Anstieg der Kakaopreise in Folge einer schlechten Ernten. Die Investitionen im 1. Quartal 2002 lagen mit 1,02 Mill. Euro bei weniger als der Hälfte des Vorjahreswerts, nachdem die Standortkonzentration in Wolkersdorf Ende Juni 2001 abgeschlossen worden sei. Der geringere Investitionensbedarf werde 2002 auch das Finanzergebnis verbessern, so Manner im Aktionärsbrief weiter.

Manner beschäftigte im 1. Quartal im Schnitt 719 Mitarbeiter verglichen mit 787 in den ersten drei Monaten 2001, was ebenfalls auf die Verlegung des ehemaligen Victor-Schmidt Werks in Tulln und die Napoli-Produktion in Wien Favoriten zurückzuführen sei. (APA)

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