Giraffe soll für Tod eines US-Pastors verantwortlich sein

27. Juni 2002, 09:56
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Auf Weibchen-Jagd in Nairobi habe das Tier den Pastor überrannt

Nairobi - Eine kenianische Giraffe, die für den Tod eines US-Pastors verantwortlich sein soll, ist bei den anschließenden Ermittlungen von einer Klippe gestürzt. "Sie hat eine Beruhigungsspritze bekommen, ist dann einen Abhang entlanggerannt und gestürzt", sagte James Drysdale, Direktor des Aberdare Country Clubs am Mount Kenia, rund 165 Kilometer nördlich von Nairobi, am Mittwoch.

Die Ermittler hätten an den Hufen des Tieres nach Blutspuren suchen wollen und hätten ihm daher die Spritze verpasst. Der in Kenia lebende Pastor hatte Urlaub in einem Luxushotel gemacht und wollte offenbar Tiere beobachten. Seine Leiche wurde im Wildpark des Hotels entdeckt.

Männchen in Brunftzeit

Die Wildhüter hatten sofort das Giraffenmännchen in Verdacht, das für seine Aggressivität in der Brunftzeit bekannt war. Vermutlich rannte das Tier einem Weibchen hinter, als der Pastor starb.

Laut Drysdale sind Giraffen unberechenbar und dickköpfig. "Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, dann war's das...", sagte er. "Das ist nicht so, wie wenn man mit einer Kuh spazieren geht." Daher habe das Tier die Tat auch "gewollt". Es sei ganz klar, dass der Pastor nicht von einem Büffel oder einem Löwen angefallen worden sei, da es diese Tiere in dem Park nicht gebe. (APA/AFP)

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