Börsengang von T-Mobile 2002 unwahrscheinlich

27. Juni 2002, 12:52
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Hälfte der deutschen Bundesbürger für Ablösung Ron Sommers

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ron Sommer, hält einen Börsengang der Mobilfunktochter T-Mobile im laufenden Jahr für unwahrscheinlich. Im derzeitigen Börsenumfeld "können wir keinen T-Mobile-Börsengang machen", sagte Sommer in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".

Keine Tabus

Der Schuldenabbau bei der Deutschen Telekom soll laut Sommer durch den Verkauf des Fernsehkabelnetzes, von Immobilien und weiteren "nicht-strategischen Vermögensteilen" vorangetrieben werden. Zudem sollten die operativen Kosten gesenkt werden, wobei es keine Tabus gebe, sagte der Vorstandschef. Bislang hatte die Telekom stets an einem Börsengang von T-Mobile im laufenden Jahr festgehalten. Allerdings hatte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick bereits Anfang Juni eingeräumt, angesichts der Verfassung der Kapitalmärkte seien die Chancen für einen Börsengang minimal.

Hälfte der deutschen Bundesbürger für Ablösung Ron Sommers

Nach dem Kursdebakel der T-Aktie befürwortet die Hälfte der Bundesbürger eine Ablösung des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Ron Sommer. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Blitzumfrage des Bielefelder TNS-Emnid-Instituts im Auftrag der "Wirtschaftswoche". Nur gut ein Drittel der Befragten sprach sich gegen die Ablösung des einstigen Börsenlieblings aus. Befragt wurden am vergangenen Wochenende 1.000 Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren.(APA/dpa/pte)

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