Blair schließt sich US-Kritik an Arafat an

26. Juni 2002, 20:42
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"USA und Großbritannien werden den Palästinensern klar machen, was für Konsequenzen es hat, Leute zu wählen, die keine ernsthaften Verhandlungspartner sind"

Kananaskis - Der britische Premierminister Tony Blair hat sich der amerikanischen Kritik an der palästinensischen Regierung angeschlossen. Für den Frieden gebe es gewisse Voraussetzungen wie etwa die totale Ablehnung des Terrorismus, sagte Blair beim G-8-Gipfel am Mittwoch. Die USA und Großbritannien würden den Palästinensern klar machen, was für Konsequenzen es habe, Leute zu wählen, die keine ernsthaften Verhandlungspartner seien.

Auf die Frage, ob er damit auf Palästinenserführer Yasser Arafat anspiele, antwortete Blair: "Ich habe mich in den letzten Jahren rund 30 Mal mit Präsident Arafat getroffen ... Wir haben jetzt eine Situation, in der wir keine Fortschritte erzielen konnten und in der die Einstellung den Terroristen gegenüber mit den israelischen Sicherheitsvorstellungen unvereinbar ist." Ein palästinensischer Staat müsse außerdem über ein funktionierendes Sicherheitssystem verfügen.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush den Palästinensern einen eigenen Staat in Aussicht gestellt, falls sie Arafat an ihrer Spitze ablösen, demokratische Reformen einleiten und Extremisten in den eigenen Reihen unter Kontrolle bringen. (APA/AP)

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    Voll auf Bushs Linie: Tony Blair

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